Wer sich heute in Deutschland auf dem Bewerbermarkt umsieht, stößt oft auf Frustration. Handwerksmeister klagen über mangelnde Pünktlichkeit, Pflegedienstleiter über fehlende Resilienz und Gastronomen über Auszubildende, die beim ersten Stress am Wochenende das Handtuch werfen. Die Prioritäten der Generation Z haben sich gewandelt – Work-Life-Balance steht oft an erster Stelle.
Doch es gibt einen Lösungsansatz, der nicht nur dem Personalmangel entgegenwirkt, sondern auch eine erfrischende, neue Dynamik in deutsche Betriebe bringt: Die Rekrutierung aus Vietnam. Dass vietnamesische Fachkräfte aktuell so stark nachgefragt sind, liegt nämlich nicht nur an der Demografie des Landes, sondern vor allem an ihrer einzigartigen Mentalität.
1. Respekt vor dem Meister und dem Alter
In der vietnamesischen Kultur ist die Hierarchie eng mit Respekt verknüpft. Das Alter, die Lebenserfahrung und der berufliche Rang (der "Meister" oder der Ausbilder) genießen höchste Wertschätzung. Diskussionen über Arbeitsanweisungen, wie sie in Deutschland oft üblich sind, sind vietnamesischen Auszubildenden fremd.
Sie hören aufmerksam zu, nehmen Ratschläge dankend an und setzen Anweisungen gewissenhaft um. Genau diese Eigenschaft macht sie im traditionellen deutschen Handwerk, aber auch in der streng getakteten Hotelküche oder im Krankenhaus, zu idealen Teammitgliedern.
2. Eine bemerkenswerte Arbeitsmoral
In Vietnam herrscht eine tief verwurzelte "Hands-on"-Mentalität. Wer etwas erreichen will, muss hart arbeiten – dieses Prinzip wird Kindern von klein auf vorgelebt. Wenn es in der Gastronomie am Freitagabend brennt oder in der Pflegeabteilung eine Schicht übernommen werden muss, packen vietnamesische Azubis tatkräftig mit an.
Arbeit wird dort nicht primär als lästige Pflicht gesehen, sondern als stolzer Beitrag zur Gemeinschaft und zur eigenen Familie in der Heimat. Diese Resilienz macht sie deutlich stressresistenter als viele ihrer europäischen Altersgenossen.
3. Der Familie und dem Team verpflichtet
Vietnam ist eine sehr kollektivistische Gesellschaft. Das "Wir" steht fast immer über dem "Ich". Für deutsche Betriebe bedeutet das: Ein vietnamesischer Azubi integriert sich extrem schnell in das Teamgefüge. Der Ausbildungsbetrieb wird oft als eine Art zweite, deutsche Familie angesehen.
Aus diesem Grund ist auch die Bleibequote (Retention Rate) so hoch. Wenn ein Azubi spürt, dass er von seinen deutschen Kollegen und Vorgesetzten fair behandelt und respektiert wird, entsteht eine immense Loyalität. Den Betrieb wegen ein paar Euro mehr Gehalt spontan zu wechseln, widerspricht ihrem Verständnis von Treue.
4. Lächeln als Konfliktlösung
Eine kulturelle Besonderheit, auf die wir unsere deutschen Partnerbetriebe im Vorfeld oft hinweisen: Vietnamesen begegnen Kritik oder Unsicherheit häufig mit einem Lächeln. Das ist keine Respektlosigkeit oder Unverständnis, sondern eine kulturelle Art, den "Gesichtsverlust" für beide Seiten zu vermeiden und Harmonie zu wahren.
Durch das interkulturelle Onboarding, das die NTH Agency sowohl für die Azubis als auch für die deutschen Betriebe anbietet, räumen wir genau solche kleinen Missverständnisse im Vorfeld aus dem Weg.
Fazit: Frischer Wind für Ihr Betriebsklima
Wer vietnamesische Auszubildende einstellt, bekommt nicht nur Arbeitskräfte, sondern junge Menschen, die mit Herzblut, Höflichkeit und einem unglaublichen Willen zum Erfolg anreisen. Diese Energie springt oft auf das gesamte Team über und sorgt für ein harmonischeres und produktiveres Betriebsklima.